„Aus-tre-ten! Aus-tre-ten!“

Die letzte Sendung von Günther Jauch hat mal wieder Wellen geschlagen in der katholischen und anti-katholischen Welt. Ich hab sie mir angesehen. Und ich war enttäuscht von Jauch. Für einen Moderator war mir seine (ablehnende) Haltung zu stark erkennbar, seine Fragen wirkten, als müsse er ein Programm abarbeiten. Naja, beim Titel war ja eigentlich schon klar, in welche Richtung es geht und welche Meinung die „richtige“ ist.

Zum Inhalt will ich mich nicht äußern, das kann man nachlesen (beim Mainstream oder der Blogozese, z.B. hier und da).
Für mich hatte die Sendung allerdings einen ganz persönlichen bitteren Nachgeschmack auf facebook. Eine Freundin bedachte Martin Lohmann in einem post nicht gerade mit rühmlichen Adjektiven, fand seinen Auftritt aber „gut“, da er hoffentlich viele dazu animiere, endlich aus der Kirche auszutreten.

 

 

Es hat mich getroffen und verletzt.

 

Und ein paar Tränen konnte ich nicht unterdrücken.

 

Eine Freundin, die selbst katholisch war, die weiß, dass ich katholisch bin.
Es ist ja ihre Sache, wie sie es mit der Kirche hält. Man kann die (katholische) Kirche kritisieren, für sich ablehnen – als Institution oder als Glaubensrichtung. Jeder mag frei entscheiden, seine Meinung äußern, diskutieren. Aber doch bitte mit Respekt, oder?
Es fühlt sich nicht schön an, als jemand abgestempelt zu werden, der zu dumm, zu unaufgeklärt, zu was-auch-immer ist, um aus der Kirche auszutreten.
Denn das ist ja offenbar das angestrebte Ziel, die einzig mögliche Lebensform.

Schade, dass auf diese Entfernung keine Diskussion möglich ist. Ich würde sie gerne führen, zumal ich denke, dass viele Meinungen aus dem Freundeskreis auf Vorurteilen beruhen.

Aber ich gebe zu, Angst vor so einer Diskussion hab ich schon auch…

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