Fragen

Wieso gibt es verschiedenen Konfessionen? Und wieso müssen sie so oft auf ihrem Recht bestehen und gegeneinander reden?

Wieso ist christliche Gemeinschaft so schwer zu realisieren?

Wir glauben doch alle an den einen Gott, den einen Herrn.

Verwirrt und traurig.

Advertisements

(M)ein persönliches Gebet

Durch Zufall bin ich im Internet auf einen Hinweis auf das Kloster bei funcity.de gestossen. Das ist so eine web-Stadt mit community und Forum und Chat und so. Das hätte mich früher sicher mal sehr begeistert. Heute versuche ich doch lieber „echt“ zu leben, auch wenn der Gedanke in so einer Parallel-Welt nochmal neu anfangen zu können mit dem Leben echt verführerisch ist.

Aber darum soll es gar nicht gehen. In funcity gibt es auch eine Online-Kirche und ein Online-Kloster, mit Gebetszeiten, der Möglichkeit Kerzen zu entzünden und auch Seelsorge- und Gesprächsangeboten, verschiedenen Spielen und Aktionsräumen (man beachte vor allem den Aktionsraum „katholisch werden“ 😉 ). Ich habe mich noch nicht lange genug damit beschäftigt, um das Angebot beurteilen zu können, halte es aber für eine gute Möglichkeit Leuten zu begegnen, die sich im echten Leben vielleicht nicht in eine Kirche trauen.

Aber auch darum soll es nicht gehen. Im Oratorium des Klosters kann man sich ein Gebet anzeigen lassen. Dieses Gebet wechselt bei jedem Besuch. Es wird also wohl aus einem mehr oder weniger großen Pool geschöpft. Natürlich hab ich mir „mein“ Gebet anzeigen lassen und – Zufall? Glück? Ein kleines Wunder? – es passt grad ziemlich gut zu mir.

Feiere
bisweilen dein Leben.
Feiere, dass du gesund bist,
dass dir das Leben
mit Herausforderungen
begegnet.
Feiere das Geschenk
von Freundschaft
und deine Fähigkeit
zu lieben.
Feiere deine kleinen
alltäglichen Erfolge
und die Entscheidungen,
die dich einen Schritt
dir selbst
nähergebracht haben.
Feiere,
dass einer JA
zu dir sagt.

Christa Spilling-Nöker

Mir gefällt das vorsichtige „bisweilen“. Kein Druck, kein Zwang ein „immer fröhlich Herz“ zu haben (auch wenn es schön wäre, das zu haben). Für jetzt, in einer Zeit der Ängste, Sorgen, Zweifel, der Tränen, Mut- und Kraftlosigkeit reicht ein „bisweilen“. Dass ich „bisweilen“ nicht vergesse, wie gut es mir geht, dass ich trotz der Entfernung tolle Freunde habe, dass ich viel mehr Kleinigkeiten im Alltag meistere als vor anderthalb Jahren, dass ich durch die Entscheidung ins Ausland zu gehen, die Chance habe, mir näher zu kommen. Und IHM näher zu kommen. Dafür will ich immer Danke sagen. Und bisweilen spreche ich es auch aus.