offline bis Ostern

Gesegnete Fastenzeit euch allen!

Ashes for use on Ash Wednesday.

(c) Gerg1967 mit creative commons auf flickr.com

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Beten!

Was soll man sonst tun angesichts der Nachrichten aus aller Welt, gefangen in der eigenen Ohnmacht.

Friedensrosenkranz (gemopst von der Ankerperlenfrau)

Jesus, bei dessen Geburt Engel den Frieden verkündeten

Jesus, der unsere Schritte auf den Weg des Friedens lenkt

Jesus, der selig gepriesen hat, die Frieden stiften

Jesus, der seine Jünger gesandt hat, den Frieden zu bringen

Jesus, der uns seinen Frieden hinterlassen hat

(c) donsutherland1 mit creative commons bei flickr.com

(c) donsutherland1 mit creative commons bei flickr.com

„7 Wochen anders leben“ …

so lautet die Fastenaktion von andere Zeiten, deren Adventskalender ich liebe, weswegen ich auch bei den Fastenbriefen mitmache.
Im Gegensatz zur Aktion der evangelischen Kirche (7 Wochen ohne) gibt es dabei kein konkretes Fastenziel.
Und doch schwingt bei diesen Aktionen und auch bei den verschiedenen Fastenvorhaben, von denen man jetzt so hört und liest, immer eins mit: Ich will anders leben. Besser. So wie ich eigentlich sein will.
Dazu passt das Zitat von Horvàth:

«Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu.»

Aber das ist doch eigentlich Quatsch. Ja, man soll in der Fastenzeit auf etwas verzichten oder etwas anderes bewusst tun. Ja, man soll immer versuchen, ein etwas besser Mensch zu werden. Aber in erster Linie sollte man doch der sein, der man ist. Man Ich sollte mich davor hüten, zu viele Vorsätze in die Fastenzeit zu packen: ohne Internet leben und mehr beten und entrümplen und den Haushalt in Ordnung halten und mehr draußen sein und Gutes tun und weniger über andere urteilen und …
Ich werde in diesen sieben Wochen nicht mein Leben und auch nicht meine Persönlichkeit ändern. Sonst würde die Fastenzeit so enden und die Vorhaben so verpuffen wie die guten Vorsätze zu Neujahr. Wenn ich etwas grundlegend in meinem Leben ändern will, dann sollte ich dies langsam angehen und unabhängig von äußeren Terminen o.ä. Denn die gaukeln einem eine falsche Gewissheit vor, auf der man sich ausruht und weniger investiert und dann wird doch nix. Das ist zumindest meine Erfahrung mit mir selbst bisher 😉
Joggen, ja ja, damit fang ich in Italien an. Haushalt in Ordnung halten, ja, das mach ich in der neuen Wohnung. Ja, Pustekuchen.

Klar, ich wäre auch gern anders. Besser. Aber vielleicht sollte das eigentliche Ziel lauten: Sei so, wie du bist. Akzeptier dich so, wie du bist. Liebe dich so, wie du bist.
„Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST.“ Den zweiten Teil dieses Satzes scheinen wir oft zu ignorieren. Unsere eigenen Fehler und Schwächen können wir offenbar nur schlecht annehmen. Bei anderen können wir sie ignorieren, tolerieren, als liebevolle Macke abtun. Ja, wir ermuntern andere, die mit ihren Schwächen hadern, sogar dazu, sie nicht zu ernst zu nehmen. Aber uns selbst gegenüber scheinen wir oft gnadenloser zu sein. Ja, ich spreche von mir: Meine Ansprüche an mich machen mich manchmal ganz schon fertig, sie setzen mich unter Druck. Und ich scheitere an ihnen, was einen Kreislauf aus schlechtem Gewissen und Resignation in Gang setzt.

Das alles soll nicht heißen, dass wir einfach so bleiben sollen, wie wir nun mal sind. Nein, wie schon gesagt, natürlich sollen wir immer danach streben besser zu werden, heilig zu werden. Aber jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Ein Beispiel: Immer wenn ich ein paar Tage Urlaub im Kloster verbringe, merke ich, wie sehr mir die Struktur des Tages gut tut. Das regelmäßige Stundengebet, die festen Essenszeiten. Jedesmal fahre ich ab mit dem Vorsatz, diese Struktur in meinem Alltag zu übernehmen. Jedesmal bin ich bisher daran gescheitert.
Langsam erkenne ich, dass es nicht in erster Linie an mir und mangelndem Einsatz bei zu großer Trägheit lag, sondern an den, wie soll ich’s sagen, äußeren Umständen. Es ist mit Partner, Arbeit, Familie, Freunden, Besorgungen nicht möglich einen so festen Tagesablauf wie in einem Kloster zu haben. Ich sollte nicht versuchen, ein Leben zu imitieren, sondern das, was ich dabei als gut erkannt habe, an meine konkrete Situation angepasst zu übertragen.

Im Tageskalender war neulich ein Spruch zu lesen:

Lerne zu werden, der du bist! (Pindar)

Der hat mich sehr angesprochen. Leider fehlt das Lehrbuch dazu: Werden, der ich bin, in 30 Tagen. Ich muss noch darüber nachdenken, wie das aussehen kann, ja, WER ich denn bin.
Aber eins ist klar, ich kann nicht meinen Nächsten lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe. Ich kann andere nicht annehmen, wenn ich mich selbst nicht annehmen kann.

  • Wer bin ich?

Meine Frage zur Fastenzeit.

„Wort des lebendigen Gottes“ oder doch nicht?

Heute in der Messe:
Nach der 1. Lesung: „Wort des lebendigen Gottes“ – „Dank sei Gott“
Nach der 2. Lesung: „Worte der Heiligen Schrift“ – … „D… Da… Dank sei Gott?“

Ist der Satz „Wort des lebendigen Gottes“ vorgeschrieben? Gibt es Alternativen? Kann die der Lektor selber aussuchen? Oder gibt es Texte die „nur“ Worte der Heiligen Schrift sind?

Kann da jemand liturgisch was zu sagen? Wie ist es bei euch in der Gemeinde?

Mich hat die ungewohnte Form erstmal ziemlich aus der Andacht gebracht. Muss noch überlegen, wie ich das finde.