Der Blog macht Weihnachtspause

Auf Posts und Freischaltungen müsst ihr ein Weilchen warten, ich muss dringend einen Geburtstag feiern. Und bei so einem wichtigen Geburtstagskind kann das schon mal ein paar Tage dauern!

Ein gesegnetes Weihnachtsfest euch allen!

Irischer Weihnachtssegen

Nicht, dass jedes Leid Dich verschonen möge,
noch dass Dein zukünftiger Weg stets Rosen trage,
keine bittere Träne über deine Wange komme,
und dass kein Schmerz Dich quäle,
nein, dies alles wünsche ich Dir nicht. – Sondern:
Dass dankbar Du allezeit bewahrst
die Erinnerung an gute Tage,
dass mutig Du gehst durch alle Prüfungen,
auch wenn das Kreuz auf Deinen Schultern lastet,
auch wenn das Licht der Hoffnung schwindet.
Was ich dir wünsche: dass jede Gabe Gottes in dir wachse,
dass einen Freund du hast,
der deiner Freundschaft wert.
Und dass in Freud und Leid
das Lächeln des Mensch gewordenen Gotteskindes Dich begleiten möge.

(gesehen hier: http://www.sg.sgkg.de/hilfen/texte/irisch.php)
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Heiliger Pfarrer von Oz oder Der Zauberer von Ars

Über Pro Spe Salutis bin ich auf das Heiligenziehen von Kirche in Not aufmerksam geworden.
Den Brauch kannte ich bisher zwar nicht, aber für sowas bin ich immer zu haben. Habe auch extra bis zum Abend gewartet und nicht noch schnell im Morgenstreß meinen Heiligen geklickt, obwohl die Neugier groß war.

Geworden ist es der Heilige Pfarrer von Ars.

Ars – August 2004 – Statue der Begegnung mit dem Hirtenjungen (wikipedia)

Und obwohl ich mit eigentlich nichts von seinem Leben und Wirken weiß, bin ich sehr zufrieden mit diesem Los. Als Kind habe ich die Allerheiligen-Litanei geliebt! (Ich tue es immer noch. Welche eine Freude und Ehre war es, als ich mit der Jugendschola den Vorsängertext singen durfte!) Und der Pfarrer von Ars war mir (neben meiner Namenspatronin natürlich) der liebste dabei.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ihn für die katholische Version des Zauberers von Oz hielt.
Ohne das Buch gelesen zu haben oder seinen Inhalt zu kennen, war es für mich eines der schönsten Kinderbücher im Schrank meiner Schwester. Der Titel so magisch, so geheimnis- und verheißungsvoll.
So nun auch „mein“ Heiliger fürs Neue Jahr.

Ich bin gespannt, wie der Heilige Pfarrer von Ars mich begleiten und was er mir mit erhobenem Zeigefinger (oder vielleicht auf Gott deutend?) wie dem Hintenjungen sagen wird. Ich werde berichten.

Wenn jemand Literaturtipps o.ä. hat, freu ich mich über einen Kommentar.

obligatorischer Adventspost

Herr,
der Advent war nicht so, wie ich ihn mir erhofft hatte.
Obwohl keine Adventsfeier und keine Weihnachtsmärkte und kein Geschenkemarathon mich abgelenkt haben,
habe ich mich zu sehr stressen lassen von den alltäglichen Herausforderungen.
Ich hatte Zeit, doch ich hab sie mir nicht genommen
für Betrachtung und Gebet, für Fasten und Vorbereitung
auf DICH.
Verzeih meine Schwachheit, mein Weglaufen und Verstecken.
Verzeih mein immer wieder kehrendes Warten auf einen Neubeginn.
Verzeih, dass ich diesen immer wieder verstreichen lasse.
Ich danke dir, dass du es trotzdem immer wieder Weihnachten werden läßt.
Laß mich nicht aufhören, neu anzufangen.

Katholiken vs. Homosexuelle

Die Sendung „hart aber fair“ vom 3.12. mit dem Titel „Papa, Papa, Kind – Homo-Ehe ohne Grenzen“ hat ziemlich große Wellen geschlagen (und tut es teilweise noch) und auch in vielen katholischen Blogs wurde sie kommentiert. (Auf schwul-lesbischen sicher genauso.)

Die Fronten sind – und werden es wohl auch bleiben – verhärtet.

Was mich aber wirklich überrascht: Keiner scheint sich für katholische Lesben oder Schwule zu interessieren. Da bleibt sogar google (fast) sprachlos.

Hm.

Christen und das schlechte Gewissen

Ich finde ja, Christen sind besonders prädestiniert für ein schlectes Gewissen. So viele „Du sollst“, so oft „Tu Gutes“, „Hilf den Armen, Hungernden, Kranken, Alten, Verfolgten, Gefangenen“, „Liebe Gott“, „Liebe dich selbst“. Und dann all die Heiligenerzählungen, alle so (scheinbar) perfekt und gut und fromm und gläubig. (Ich weiß, auch Heilige hatten zu kämpfen mit Zweifeln und Ängsten und Schmerzen – aber wieso liest sich selbst das immer so „heilig“?)
Wenn ein nicht-gläubiger Mensch tagelang im Bett bleibt, sich bei niemandem meldet, Geburtstage vergisst, den Abwasch nicht macht – selbst schuld, mit den Konsequenzen muss er leben. Als Christ ist da immer noch jemand, an dem wir uns ausrichten, dem wir nacheifern sollen. Ich find das manchmal ganz schön anstrengend, unschaffbar.

In so einer Verfaasung las ich vor ein paar Tagen das Kalenderblatt vom „Anderen Advent“:

Schale der Liebe

Wenn du vernünftigt bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter.
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen, und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen. Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.
Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.
Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut?
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle;
wenn nicht, schone dich.

Bernhard von Clairvaux

Genau das habe ich getan. Musste ich tun. Und dabei ist auch das Bloggen auf der Strecke geblieben. Was – vor allem wenn ein Blog noch so neu ist – sicher nicht günstig ist. Aber der Blog soll in erster Linie ja Hilfe für mich sein und mir nicht noch mehr Streß machen, auch wenn ich natürlich auf Leser und Kommentare hoffe. Aber alles zu seiner Zeit.